Aktuelles

21.02.2019

GReENEFF-Fachexkursion "Energieeffizienter sozialer Wohnungsbau und Ökoquartiere in der Region Burgund-Franche-Compté", 29.-31.01.2019

Der GReENEFF-Partner Energieagentur Rheinland-Pfalz organisierte im Rahmen als Beitrag zur deutsch-französischen Energiewendewoche vom 29.-31. Januar 2019 eine GReENEFF-Fachexkursion zum energieeffizienten sozialen Wohnungsbau und Ökoquartiere in die Region Burgund - Franche-Compté. Die 30köpfige Gruppe aus Architekten, Energieberatern, Fachplanern sowie Vertretern von Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen, dem rheinland-pfälzischen und dem saarländischen Fachministerium sowie GReENEFF-Projektpartnern aus dem Département Moselle, dem Saarland und Rheinland-Pfalz wurde am Abend der Ankunft von den Vizepräsidenten der Region Burgund-Franche-Comté, Frédérique Colas und Patrick Ayache, willkommen geheißen.

Am zweiten Tag besuchte die Gruppe das Éco-quartier (“Ökoquartier”) “Les rives du bief” in der Gemeinde Longvic am Rande Dijons und tauschte sich mit den zuständigen Planern, Architekten und Kommunalvertretern aus. Éco-quartiers sind nationale Modellprojekte für einen energieeffizienten und ökologischen sozialen Wohnungsbau. Das Éco-quartiers “Le rives du bief” wurde als eines der Ersten seiner Art in Frankreich im Zusammenhang mit einer intensiven Agenda-21-Arbeit der Kommune Longvic konzipiert und umgesetzt. Neben den Sozialwohnungen gibt es innerhalb des Quartiers auch Einfamilienhäuser für Normalverdiener. Das Quartier beinhaltet außerdem einen Gemeinschaftsgarten, einen Kindergarten und eine Mediathek. Im Außenbereich wurde Wert auf Biodiversität gelegt. Bei der Planung und Umsetzung des Quartiers orientierten sich die Planer an den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals).

Am Nachmittag stellten verschiedenen Referenten aus der Region Bourgogne Franche-Compté regionale Politiken und Projekte zur Diskussion. Der intensive Fachaustauch endete mit der Vorstellung des Projekts GReENEFF.

Am nächsten Tag ging es nach Besançon, wo die Wohnungsbaugesellschaft SAIEM B mit Unterstützung des regionalen Programms “Effilogis” 86 Sozialwohnungen in einem nach den Prinzipien von Le Corbusier errichteten, heute denkmalgeschützten Quartier energetisch saniert. Die Besonderheit dieses Projekts lag auch in der intensiven Einbeziehung der Bewohner vor, während und nach der Sanierung. So wurde angestrebt und auch erreicht, dass trotz der Sanierung keine Mieterhöhungen erfolgten und die Bewohner in ihren Wohnungen bleiben konnten. Nach der Sanierung konnten die Nebenkosten auf durchschnittlich 40 Euro pro Monat und Person gesenkt werden. Durch Umweltbildungsmaßnahmen wurden die Bewohner zudem zu umwelt- und energieschonendem Verhalten motiviert. Damit wurden bzw. werden nicht nur soziale und ökologische Ziele erreicht: Die intensive Einbeziehung der Mieter und deren Verbänden bedingt eine hohe Identifikation der Bewohner mit dem Viertel und damit zu langjährigen Mietverhältnissen und geringen Schäden durch Vandalismus oder Vernachlässigung der Wohnungen durch die Mieter.

Insgesamt zeigten sich die deutschen Teilnehmer beeindruckt von den vorgestellten Beispielen eines ganzheitlich gedachten und umgesetzten sozialen Wohnungsbaus in Frankreich, wie er explizit z. B. durch die stattliche Politik der “Eco-quartiers” und regionale Programme wie “Effilogis” initiiert und gefördert werden sowie von dem Engagement lokaler und regionaler Akteure bei der Umsetzung ihrer sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeitsziele.

Darüber hinaus führte der Fachaustausch zwischen den an der Exkursion teilnehmenden Experten zu zahlreichen neuen Kontakten und Informationstransfers über Projekte, Know-How und Anbieter in der Großregion. In diesem Rahmen wurde unter anderem deutlich, dass es nicht nur in Frankreich sehr innovative Beispiele für den Einsatz nachhaltiger Baustoffe wie Holz, Stroh und Lehm auch im Wohnungsbau gibt, die mehr Beachtung finden sollten.

Für weitere Informationen und Kontakte wenden sie sich bitte an die regionalen GReENEFF-Partner.

12.12.2018

Baustellenbegehung des Pilotprojektes „Energieeffizienter Neubau Husarenweg 12/12a – KfW-Effizienzhaus 40 plus“ der GBS – Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH Saarlouis“ am 12. Dezember 2019

Das Pilotprojekt „Energieeffizienter Neubau Husarenweg 12/12a – KfW-Effizienzhaus 40 plus“ der GBS – Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH Saarlouis“ wurde am 12. Dezember im Rahmen einer GReENEFF-Baustellenbegehung präsentiert. Insgesamt 24 Fachteilnehmerinnen und Fachteilnehmer folgten den einführenden Worten von Knut Kempeni, Geschäftsführer, und Hans-Rudolf Fellinger, Prokurist der GBS. Die beispielhafte Abriss- und Neubaumaßnahme soll über die bestehenden Standards hinaus Vorbildcharakter für zahlreiche ähnliche Vorhaben haben. Es ist das erklärte Ziel, den Mieterinnen und Mietern ein modernes, attraktives Quartier zur Verfügung zu stellen. Zum Gesamtkonzept gehören E-Mobilität (E-Bike und Elektrofahrzeug), energetisch effiziente Bauweise, Mieterstrom, Übermittlung von Vitalwerten, zentrale Briefkasten- und Paketanlage und moderne und nutzerabhängige Abrechnungstechnik. Architekt Ralf Heinrich und Energieberater Karl-Heinz Frenz erläuterten auf der Baustelle die damit verbundenen architektonischen und energetischen Lösungen und gingen im Dialog mit den Teilnehmern auf technische Details ein. Im März 2019 sollen die ersten Mieter einziehen.

04.05.2018

Austausch mit INTERREG Projekt Greater Green und EU-LIFE-Projekt ZENAPA

Am 24. Januar 2018 trafen siche Vertreter des Projekts GReENEFF und der EU Projekte Greater Green und ZENAPA, um Anknüpfungspunkteund Kooperationspotenziale auszuloten.

04.05.2018

Finalisierung des Kriterienkataloges

GReENEFF hat einen Kriterienkatalog sowie ein Bewertungssystem zur Auswahl und Beurteilung des Modellcharakters entwickelt.